Was der Gesichtcremeherstellenden Industrie die Falten, sind der Festivalveranstaltenden Industrie die Nazis!

Rock the Race, eine schlechte Kopie eines großen ähnlich klingenden Festivalzwillingspaares, hat mit dem Desinteresse der “erwünschten” Besucher zu kämpfen. Die Kartenverkäufe stagnieren und so wird die Werbetrommel gerührt, als wenn es kein Morgen mehr gibt!
Aber womit werben wenn das Linie Up eher dürftig ist? Ein Slogan muss her, oder besser noch ein gescheites Motto mit dem man die ganze Veranstaltung als politisch korrektes Event tarnen kann um so über das Schlechte Gewissen der Verbraucher die Besucherzahlen zu steigern.
Man könnte ja was soziales machen, irgendwas wo man Menschen helfen kann, müssen sich die Marketingverantwortlichen Gedacht haben.
Ich kann mir schon ein Gruppenmindmapping vorstellen mit potentziellen Hilfsopfern!
Person A: “Lasst uns doch was für China machen, wegen dem Erdbeeben und so!”
Person B: “Achnee die sind doch so Olypmisch Menschrechtsunfreundlich, das wäre eher Kontraproduktiv!”
Person C: “Irgendwas für den Regenwald?!”
Person B: “Nee lass mal, das ist dem Jauch sein Gebiet und da will ich lieber nicht fischen!”
Person D: “Na dann dritte Welthungerkinder!”
Person B: “Eigentlich nicht schlecht, aber die hängen doch schon an jeder Werbetafel in der Stadt! Da fallen wir doch garnicht auf!”
Person A: “hmmm?! Ich habs! Nazis!”
Person C: “Wie für Nazis?!”
Person A: “Nein, irgendwas gegen Nazis!”
Person B: “Laut gegen Nazis! Nazis sind leichte Opfer und die findet doch eh keiner toll, genau wie Krähenfüße!”
So in etwa muß die ganze Sache abgelaufen sein, denn anders kann ich mir es nicht erklären, das seit kurzem auf allen lokalen Radiostationen Rock am Race mit dem Untertitel “Laut gegen Nazis” beworben wird! An und für sich eine Gute Sache. Würden nicht Revolverheld, einer der Headliner, die genauso geistig Unbewaffnet sind wie Nazis, ständig und immerzu in den Werbepausen aufrufen doch zu Rock am Race zu kommen um mal festlich gegen das Braune Unheil zu rebellieren!
Nicht das ich Nazis toll finde, ganz im Gegenteil! Ich glaube nur, daß solche Aktionen eher nicht von Erfolg gekrönt sind! Denn letztendlich kommt nichts bei den Nazis an, weder akkustisch als auch noch finanziell in Form von Aufklärenden Kampagnen oder Ausstiegshilfen. Obschon die Vorstellung, das eine Horde Nazis, welche sich zufällig in der Nähe der Rennstrecke Oschersleben befindet, den protestiven Singsang der Fantas hören und sich sofort bekehrt fühlen doch in Zukunft mehr keine Ausländer zu schlagen oder Wände mit ollen Zeichen zu beschmieren!
Würden sie das Konzert bzw. das Festival in eine No Go Area, einer echten Nazihochburg verlegen hätte ich für das Motto verständniss und würde in der ersten Reihe vor lauter Nazifeindlichkeit Herbert Grönemeyer meine getragene Unterwäsche ins Gesicht werfen. Aber so ist das ganze in meinen Augen populistische Werbescheiß und die Leute die auf sowas reinfallen sind nicht viel Schlauer als die Leute gegen die sich das ganze richtet!