- 14. Januar 2010
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Twitter: Ich mach das jetzt hier noch zu Ende, mit der Gemütlichkeit einer Tomatentopfpflanze! 41 mins ago
Am Strassenrand steht ein schwarzer BMW 1. Wäre das nicht eines meiner aller, aller, aller, liebsten Autoart in Form und Farbe, wäre er mir auch nicht näher aufgefallen. Davor steht ein älteres sehr hilflos wirkendes Ehepaar. Die Fahrertür offen der Motor am laufen. Ich halte an, frage nach was los ist und biete meine Hilfe an in einem Atemzug. Das Auto steckt fest, zuviel Schnee, Glätte und Heckantrieb eine Mischung die so schlecht zusammen passt wie Schokosirup, Dosenpfirsiche und Apfelschnaps. Seit dem Sonntägigen Klingelsturm meiner vollbusigen Nachbarin die ich aus einer ähnlichen Situation mit ihrem Sommerbereiften Smart befreite, fahre ich immer eine große Schippe und ein Säckchen Sand im Kofferraum durch die Stadt. Ein paar Schippen Schnee weniger und ein paar Schippen Sand später steht der BMW 1 befreit und fahrbereit auf der Strasse. Ich will mich verabschieden und der Opa versucht mir ernsthaft in der hohlen Hand Geld zu zustecken. Dankend lehne ich ab, er resigniert nicht und bittet mich doch das Geld anzunehmen. Dann kommt Oma dazu und beide reden solange auf mich ein bis ich es annehme. Ich komme mir in solchen Situationen doof vor, helfen will ich wegen des guten Karmas und nicht wegen der finanziellen Möglichkeiten die einem sich deswegen offenbaren. Selbst von meiner Oma nehme ich kein Geld für meine “Dienstleistungen” an, kein Spritgeld, kein Einkaufsgeld usw… Gelegentlich lass ich Sie den Mittagstisch bezahlen, wegen dem schlechten Gewissen, ihrem schlechten Gewissen wie Sie immer betont. Und wenn ich dann doch heimlich bezahle während Sie auf dem Klo ist, ist sie mir gleich böse und ich verstehe nicht warum!?

Kommt mir sehr bekannt vor die Geschichte. Gleich in 2 Ausführungen.
1. BMW ist bei diesem Wetter echt sch**** wie ich aus Erfahrung sagen kann. (Ich will ihn immer noch verkaufen, Interesse?
)
2. Die Oma – Spritgeld, Einkaufsgeld, Essen bezahlen
Wenn ich ablehne ist Oma auch immer fast schon beleidigt.
1x Hab ich Oma und Opas essen bezahlt, da haben die mir einen Einlauf verpasst, dass ich es nie wieder wagen werde.
Auch wenns manchmal etwas unangenehm ist.
Nachdem ich den Koffer einer typischen alten Dame mal quer durch den essener HBF getragen hatte, wollte sie mir tatsächlich 20€ dafür geben. Die habe ich natürlich abgelehnt. Nicht weil ich es dicke habe oder weil ich ihre Dankbarkeit nicht zu schätzen wüsste, sondern weil ich mir vorkam, als würde ich die Omi ausnehmen, wenn ich das Geld nähme.
Ich helfe öfters Leuten am Bahnsteig. Eine Dame entgegnete meinem Hilfsangebot auch schon mit “Haben Sie mir nicht letzte Woche schon geholfen?”. Geld wurde mir bisher allerdings auch erst ein mal angeboten.
Vielleicht will man damit die eigene Hilflosigkeit wieder gut machen.
Zum Problem wird es aber, wenn der Gegenüber beleidigt ist, wenn man das “Danke Schön Geschenk” nicht annimmt.
Vielleicht weiß der Mensch deine Hilfsbereitschaft es nicht anders zu schätzen!? Du könntest z.B. das Geld einfach spenden…
Aber das passiert nur bei älteren Menschen. Was ist denn ein Opa oder Oma, die kein Geld geben? Sind halt typische Großeltern. Bei jüngeren würdest du auch mit ein bisschen Glück ein Dankeschön und ein Lächeln bekommen.
Hilfsbereite Menschen gibt es leider nur allzu selten und die meisten würden nur glotzen oder vorbei fahren, weil sie denken “Ist nicht mein Problem”.
Ich würde auch sagen: Geld spenden. Vielleicht für Haiti…
Würd auch sagen das du die Gegenleistung für die Hilfe einfach in neue Hilfe umwandelst und weiterhin für was gutes Spendest dorthin wo es gebraucht wird.
Du bist halt zu gut für diese Welt.
Ich bin auch für Spenden. Wenn Dir das öfter passiert bringt es Dir am ende sogar was bei der Steuer.
Gruß
Fulano
Basti, so wird das nix mit dem Karma, denn wer etwas gutes tut und dafür Geld nimmt, der hat quasi nix für sein Karma gemacht, sondern ja nur Schwarzarbeit vollzogen.
Von daher bin ich mir ziemlich sicher das dich nach deinem Ableben wohl die Hölle erwarten wird, es sei denn du spendest das Geld gleich wieder, z.B. dem WWF, aber die nehmen ja nur Geld von Nazis die eigentlich keine sind.
Ich hörte das du dir selbst das umherfahren von schwangeren Frauen mit Königsberger Klopsen bezahlen lässt? Nee Nee Nee.
Ich hätte es natürlich auch abgelehnt, aber ich finde es toll wenn sich die Leute dankbar zeigen. Und wenn sie es dir unbedingt geben wollen, warum nicht?
Die Leute begreifen nicht, dass demjenigen der Gutes tut, dieses ebenfalss gut tut. Entweder habe sie die Erfahrung noch nie gemacht oder sie haben noch nie Bücher vom Dalai Lama gelesen.
Ich haett’s genommen, wie ich es auch mit dem Geld tat, das mir meine Oma trotz knapper Rente zu Weihnachten geschenkt hat. Wieso versteht keiner, dass Geben genauso viel Freude bereiten kann wie nehmen?