Es besteht kein öffentliches Interesse

Die Formulierung „plötzlich und unerwartet“ war bis Ostersamstag, meiner Meinung nach, maximal geeignet als Feld in einem Spiel Bullshit-Bingo. Nichts ist plötzlich, nicht mal der Weltuntergang. Noch kann etwas unerwartet sein, lieben Gruss an die Akteure meiner zweitliebsten Fernsehshow „Die Teeniemütter“. Doch dann überzeugte mich ein anderer Verkehrsteilnehmer vom Gegenteil. Denn ganz plötzlich und unerwartet versuchte er aus einer Parklücke über vier Fahrspuren und nicht nur einer sonder zwei durchgezogenen Linien zu wenden.

Eine professionell ausgeführte Schlagbremsung verhinderte das ich mit dem Gesicht im Airbag und noch tiefer im gegnerischen Fahrzeug landete. Vier Tage Gips, Elke Schrott und nervige Schmerzen in Brust und Schulter schienen nicht mehr getopt werden zu können. Doch dann teilte mir die Staatsanwaltschaft Magdeburg mit, das es kein öffentliche Interesse besteht den Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung zu bestrafen. Ok. Dann eben nicht. Kann man machen, ist dann aber irgendwie nicht nachzuvollziehen.

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