Budapest ist alt

Eigentlich könnte jetzt hier ein supertoller Ratgeber voller Keywords und Floskeln folgen, die nur darauf ausgerichtet sind Benutzer von Suchmaschinen davon zu überzeugen wie toll die beiden an unmittelbar gegenüberliegenden Donauufern liegenden Städte Buda und Pest (gesprochen Peschdt) sind.

Aber das hier ist kein Reiseführer, dies ist eine Feststellung. Budapest ist alt. Verdammt alt. Damit sind  nicht nur die Straßen, Häuser, Denkmäler und die Geschichte der Stadt gemeint sondern ebenso die Einwohner.

Drei Tage in der Hauptstadt Ungarns sind wie eine Zeitreise in das Ende der Deutschen Demokratischen Republik. Häuser die ihren Putz verlieren, Straßen die ihren Asphalt hergeben und Menschen für den man den Platz freigibt mit Einkaufsbeuteln aus Stoff voller Bananen. Ich glaube ich liebe Buda und Pest aus genau diesem Grund. Nicht wegen der Erinnerung an ein gescheitertes sozialistisches System. Nein, vielmehr wegen der Erinnerung an eine unbesorgte Kindheit, an Straßenbahnfahrten bis an das andere Ende der Stadt und zurück und vielleicht auch daran das nicht immer alles neu sein muss. Oft hilft es auch alte Sachen wieder herzurichten.

Haben wir das verlernt?

Egal ob so oder so, Pest und noch mehr Buda ist eine Reise wert besonders wegen der Menschen. Glaube ich.

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